360° Lumbale Wirbelsäulenfusion
mit Grafton® Putty , Flex und allogenem Femurschaftring

Alexander R. Vaccaro , M.D.
Associate Professor und Co - chief, Wirbelsäulenchirurgie | Rothmann Institut, Jefferson Klinik | Philadelphia, PA

Die Patientin ist 50 Jahre alt und hatte zuvor eine  posteriore lumbale Dekompression. Sie präsentierte sich mit starken Beinschmerzen und einer neurogenen Claudikatio auf Grund einer degenerativen Verbindung und Instabilität. Unser Ziel ist es, die Kompression chirurgisch zu lösen und die Wirbelsäule zu stabilisieren, um das Gehen zu erleichtern.

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Präoperativ Postoperativ
Ein allogener Femurschaftring wird als struktureller Knochenersatz mit einem Mix aus Beckenkammspongiosa und Grafton® DBM Putty gefüllt.
Der allogene Knochenring wird genau in den Wirbelkörperzwischenraum eingepasst.
Zwei Stücke Grafton® DBM Flex, rehydriert in Kochsalzlösung, werden der Länge nach zugeschnitten.
Grafton® DBM Flex Streifen werden über die posterioren Elemente (Querfortsatz) gelegt.
Ein Mix aus Spongiosa und Grafton® DBM Putty wird über die Flexstreifen gelegt und angepasst.

"Wir benutzen Grafton® DBM Flex und Putty auf Grund der osteoinduktiven Eigenschaften welche Osteoblastenmigration und Prolieferation an der Fusionsstelle bewirken. Die Knochenfusionsmasse wird zudem effektiv vergrößert."

- Dr. Alexander Vaccaro

Allgemeine Bemerkungen

Bei diesem Eingriff wurde eine struktureller Knochenersatz ( Femurschaftring ) von anterior eingesetzt, welcher mit Grafton® Putty und autologer Beckenkammspongiosa gefüllt wurde. Von posterior wurde Beckenkammspongiosa und Grafton® Flex als osteoinduktives Element in Verbindung mit einer interner Fixation eingesetzt um die korrekte sagittale Ausrichtung sicherzustellen.

Detaillierte Beschreibung

  • Der Zugang erfolgt zunächst von anterior. Wenn die Bandscheiben freigelegt sind, wird der annulus fibrosus eingeschnitten. Die Sharpeischen Fasern werden von den Wirbelkörperendplatten gelöst.
     
  • Die Bandscheibenreste mit Knorpel werden entfernt um eine gute Verbindung der benachbarten Wirbelkörperendplatten mit dem Knochenersatz sicherzustellen. Die Küretten werden kreisförmig bewegt um Verletzungen der großen Gefäße, welche während des Eingriffs vorsichtig retrahiert werden, zu vermeiden.
     
  • Kleine, punktförmige Löcher werden dann in den subchondralen Knorpel der Wirbelköperendplatten gesetzt um einen Blutkontakt zum Knocheneratzmaterial zu gewährleisten.
     
  • Ein genau zugeschnittener Femurschaftring wird in den Zwischenwirbelraum eingebracht.
  • Um die Fusion zu beschleunigen, wurde das Zentrum des Femurschaftrings mit Beckenkammspongiosa und Grafton® DBM Putty gefüllt.
     
  • Der Femurschaftring sollte konisch geformt sein um eine entsprechende Lordose zu gewährleisten. Der Knochenersatz wird ca. 2-3 mm unterhalb der Wirbelkörper endplatten eingesetzt.
     
  • Setzen Sie den Ring entsprechend ein.
     
  • Es folgt der posteriore Zugang. Die posterioren Elemente der Wirbelsäule werden freigelegt. Anschließend wird eine Dekompression durchgeführt. Die spinale Rekonstruktion erfolgt mittels interner Fixation nach Vorschrift des Herstellers.
     
  • Die posterioren Elemente werden anschließend gespült. Es folgt eine sorgfältige Dekortikation zur Positionierung des Knochenersatzmaterials.
     
  • Zwei Stücke Grafton® DBM Flex, zuvor in Kochsalzlösung rehydriert, werden der Länge nach halbiert und anschließend über die posterioren Elemente der dekortikalen Querfortsätze gelegt.
     
  • Wenn die Flex Streifen eingelegt sind, wird darüber eine Mix aus Spongiosa und Putty eingebracht.
     
  • Die transversalen Verbindungsstücke des Implantatsystems werden dann angebracht.